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UnternehmensnachfolgeIm oftmals familiengeführten Mittelstand nimmt die Regelung der Unternehmensnachfolge eine nicht selten unterschätzte, aber in der Realität durchaus wichtige Stellung ein. Insbesondere in patriarchalisch geführten Betrieben führt eine mangelhafte Vorsorge hinsichtlich der Unternehmensnachfolge in zahlreichen Fällen zu einer die Existenz des Unternehmens bedrohenden Situation, wenn der Unternehmenslenker etwa aus gesundheitlichen Gründen plötzlich nicht mehr in der Lage ist, den Familienbetrieb angemessen zu führen. Diese Persönlichkeiten zeichnen sich in der Regel dadurch aus, dass sie potentiellen Nachfolgern – bspw. die eigenen Kinder – die Einführung in den Betrieb erschweren, da sie sich nicht dazu bereit erklären, Kompetenzen aus der Hand zu geben.Eine weitere Schwierigkeit, welche die frühzeitige Regelung einer adäquaten Unternehmensnachfolge negativ tangiert, liegt in der Tatsache, dass der Nachwuchs des Firmeninhabers oftmals einen anderen beruflichen Weg einschlagen wollen, als den Betrieb des Vaters fortzuführen. Um den Fortbestand des Betriebes nicht zu gefährden, sollte die Klärung der Unternehmensnachfolge möglichst frühzeitig in den Fokus des jeweiligen Firmeninhabers rücken. Denn nur so können schlussendlich auch die Arbeitsplätze gesichert werden, von deren Erhalt die Existenz ganzer Familien abhängen können. Im Prinzip haben Firmeninhaber zwei verschiedene Szenarien bei der Klärung der Unternehmensnachfolge zu berücksichtigen und entsprechend auch zu berücksichtigen: Die Nachfolge aus der Not heraus und die Nachfolge aus Altersgründen. Um den Fortbestand der Unternehmung garantieren zu können, sollten frühzeitig Vorkehrungen für den Fall getroffen werden, dass der Inhaber plötzlich schwer erkrankt, einen Unfall hat oder auch plötzlich verstirbt. Bei der Abgabe der Geschäftsleitung aus Altersgründen geht es vor allem darum, einen Nachfolger in die Geschicke des Unternehmens einzuführen damit die Übergabe am Ende reibungslos vonstatten gehen kann. Je nach Komplexität des Unternehmens, bedarf es natürlich eines gewissen zeitlichen Kontingents. So sollten Unternehmer für eine erfolgreiche Übergabe durchaus bis zu fünf Jahre einplanen. Damit muss sich der Mensch, der hinter der Person des Inhabers steht, natürlich in beiden Fällen mit einer inhaltlich sehr unangenehmen Thematik auseinandersetzen. Diejenigen Inhaber, welche die Regelung der Unternehmensnachfolge frühzeitig regeln, zeugen jedoch von unternehmerischer Weitsicht und auch Verantwortung. Wer als Firmeninhaber Vermögen im Ausland besitzt und die Nachfolge der Unternehmensleitung in die Hände der Kinder legen möchte, sollte unbedingt die steuer- und erbrechtliche Behandlung von Vermögen in dem jeweiligen Land berücksichtigen und entsprechend notwendige Maßnahmen für das Wohl der Erben frühzeitig einleiten. Um das Thema der Regelung der Unternehmensnachfolge frühzeitig und angemessen angehen zu können, haben sich zahlreiche Firmen auf die Initiierung und Unterstützung der Regelung spezialisiert. Von Seiten der Banken fließt die frühzeitige Regelung der Unternehmensnachfolge zunehmend in die Beurteilung, wenn es darum geht Kredite zu bewilligen.
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Copyright 2005 Jörg Kilian |
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